Case Study Riehenring 120:
Kreislaufwirtschaft mit EcoTool einfach und messbar bilanzieren

Wie lässt sich die graue Energie einer bestehenden Messehalle für einen Neubau nutzen? Mit dem Projekt Riehenring 120 zeigt der Kanton Basel-Stadt, wie nachhaltiger Wohnungsbau schon in der frühen Planungsphase gezielt gesteuert werden kann. Mit EcoTool wurde die Weiterverwendung von Bauteilen direkt in die ökologische Bewertung der Wettbewerbsentwürfe integriert.

© studio blomen

Eine Partnerschaft für praxisnahe Lösungen

Immobilien Basel-Stadt (IBS) hat die Entwicklung von EcoTool von Beginn an eng begleitet. Ziel dieser Zusammenarbeit war es, ein Werkzeug zu schaffen, mit dem die Umweltauswirkungen von Bauprojekten schon in der frühen Planungsphase kontrolliert und optimiert werden können.

Ergänzend dazu wurde in einem vom Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) geförderten Projekt zusammen mit Zirkular eine Methode entwickelt, um die Weiterverwendung von Bauteilen direkt in EcoTool abzubilden. So konnte den Teams beim Wettbewerb am Riehenring 120 ein einfach integrierbarer Bauteilkatalog mit ReUse-Elementen zur Verfügung gestellt wurde.

Das Projekt Riehenring 120
Im Rahmen des Wohnbauprogramms 1000+ des Kantons Basel-Stadt wurde ein Wettbewerb für rund 170 preisgünstige Wohnungen ausgelobt. Vorgesehen sind vor allem grosse, familienfreundliche Wohnungen, ergänzt durch einen geringeren Anteil an kleinen Einheiten.

Zudem sollen auf dem Areal ein Doppelkindergarten, eine Tagesstruktur und Gewerberäume entstehen. Darüber hinaus sollen rund 200 Parkplätze für Mietende und das Quartier realisiert werden.

Das Siegerprojekt: Ressourceneffizienz durch Erhalt

Der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Clauss Kahl Merz Atelier für Architektur+Städtebau und Truwant + Rodet + besticht durch eine hohe Kompaktheit und ein intelligentes Tragwerk.

Zusammen mit dem hohen Holzanteil in den Obergeschossen und dem gezielten Einsatz von ReUse-Materialien der bestehenden Messehalle 3 zeichnet sich das Projekt durch eine umweltschonende Bauweise aus.
 

 

«Die Nutzung von EcoTool im Wettbewerbsprozess war für uns sehr aufschlussreich. Komplexe Themen werden einfach verständlich, Daten können ohne grossen Aufwand erfasst werden – ein sehr gutes Aufwand-Nutzen-Verhältnis. Nachhaltigkeit muss in der frühen Phase verankerbar sein, und EcoTool ist dafür ein passendes Instrument.»
Marco Merz, Clauss Kahl Merz Atelier

Erkenntnisgewinn durch einfache Handhabung

Die Anwendung von EcoTool ist intuitiv. Für die Bauherrschaft ist diese Effizienz wichtig, um ökologische Aspekte ohne hohen administrativen Aufwand in das Verfahren zu integrieren.
 

«Die Architekturteams gewinnen bereits während des Entwurfs ein gutes Gespür für die Nachhaltigkeit ihres Entwurfs und der Konstruktion. Das führt für uns als Bauherrschaft zu fundierteren Einreichungen, die unsere Klimaziele bereits in einer frühen Phase abbilden.»
Jörg Kreienbühl, Projekt Manager Hochbau, Kanton Basel-Stadt

Fazit: Frühe Weichenstellung für ökologische Bauweisen nutzen

Der Wettbewerb Riehenring 120 zeigt, dass ökologische Bauweisen steuerbar sind. Durch den direkten Vergleich der Wettbewerbseingaben in Bezug auf die ökologische Qualität wird eine wichtige Stellschraube bereits in der ersten Planungsphase genutzt. EcoTool fungiert dabei als das Bindeglied, das auch den ökologischen Wert von Material aus der Weiterverwendung sichtbar und planbar macht.

Weitere Informationen zum Projekt direkt bei Clauss Kahl Merz Atelier für Architektur


Messbare Nachhaltigkeit

EcoTool wird in realen Projekten eingesetzt – von der frühen Planung bis zur Entscheidungsfindung.

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Bauherrschaften: EcoTool als Entscheidungsgrundlage nutzen

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